…Woche

Aktuelles auf Jork.de, im Tageblatt und der Kreiszeitung

Kalenderwoche 2

11.1.2018

Quelle: Kreiszeitung

Paradox! Etat-Minus weil Jork viel einnimmt

Jork muss an das Land zahlen / Höchste Steuerkraft pro Kopf im Landkreis

Intensive Arbeitswochen liegen hinter Jorks Erstem Gemeinderat Matthias Riel und seinem Team. Am heutigen Mittwoch wird der Kämmerer den Haushaltsplan-Entwurf für das Jahr 2018 im Finanzausschuss in die politische Diskussion einbringen. Trotz Hin- und Herrechnen weist das Zahlenwerk diesmal ein Minus im Ergebnishaushalt von rund 1,3 Mio. Euro aus. Sicherlich alarmierend, aber nicht fatal.

"Trotz des Fehlbedarfs und einer kritischen Haushaltssituation gilt der Haushaltsplan formell rechtlich als ausgeglichen, da zur Deckung ausreichend Überschuss-Rücklagen aus den Vorjahren zur Verfügung stehen und auch die Folgejahre im Finanzplanungszeitraum 2019 bis 2021 ausgeglichen sind", erläutert Matthias Riel in der Sitzungsvorlage für die Politiker. Das fortgeschriebene Jahresergebnis sehe in dieser Planung Ende 2018 noch immer eine Überschuss-Rücklage in Höhe von rund 736.000 Euro vor. Ein Haushaltssicherungskonzept sei nicht notwendig.

Ein wesentlicher Grund für das erwartete Defizit von 1,3 Mio. Euro sind ausbleibende Schlüsselzuweisungen des Landes und eine höhere Umlage an den Landkreis. Weil sich die Steuerkraft in Jork im vergangenen Jahr extrem positiv entwickelt hat - rund 7,3 Mio. Euro aus der Einkommenssteuer-Beteiligung und rund 5,7 Mio. Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind eingegangen - bekommt die Gemeinde in 2018 keine Ausgleichszahlungen mehr vom Land, als einzige Kommune im Landkreis Stade überhaupt. 2017 erhielt Jork noch 828.000 Euro aus Hannover, in 2018 muss die Gemeinde sogar rund 5.000 Euro als Umlage an das Land erstatten. 

Jork ist im Landkreis Stade die Kommune mit der höchsten Steuereinnahmekraft pro Kopf. Eben weil die Einnahmen sprudeln, muss Jork auch mehr Kreisumlage zahlen: statt ca. 6,05 Mio. Euro sind es diesmal rund 6,6 Mio. Euro.

Diese und weitere Änderungen führen insgesamt zu einer Schlechterstellung im Ergebnishaushalt von etwa 2,1 Mio. Euro gegenüber 2017. Riel: "Diese Entwicklung macht einen Haushaltsausgleich unmöglich." Wofür die Gemeinde in diesem Jahr Geld ausgeben möchte, lesen Sie am Samstag in Ihrem WOCHENBLATT.


Kalenderwoche 1

6.1.2018

Quelle:  Kreiszeitung

Jork: "Mecki" kam zum Überwintern

Es hat sich wohl in der Igelwelt herumgesprochen, dass es bei Dr. Andrea Kähler im Winter besonders heimelig ist: Nachdem die Tierärztin in den vergangenen Jahren bereits mehrere kleine Stacheltiere beherbergt hatte, saß vor Kurzem ein kleiner Igel direkt vor ihrer Haustür in Jork. „Ich war tagsüber unterwegs und hatte meinen Hund Emma auf den Hof gelassen“, erinnert sich die Medizinerin. Als „Emma“ plötzlich vor der Kellertür anschlug, wurde Andrea Kähler auf das Tierchen aufmerksam. „Der kleine Igel hat sich erschreckt und ist erst mal hinter die Papiertonne gelaufen. Da habe ich ihn dann gefunden.“

Zu klein sei das Fundtier gewesen und zu leicht, um den Winter zu überstehen. „Ein Igel sollte mindestens 600 Gramm wiegen, denn er verliert rund ein Drittel seines Gewichtes während des Winterschlafs“, so die Tierärztin. Andrea Kähler richtete dem Fundtier eine behagliche Bleibe in einem großen Käfig ein und versorgt ihn.

„Am Anfang war ich besorgt, denn der Igel wollte nichts fressen“, sagt Kähler. Doch nach einiger Zeit und besonders leckerem Igelfutter, das mittlerweile im Handel erhältlich ist, gewöhnte sich das Tier ein. „Ich halte ihn in einem warmen Raum, damit er nicht in den Winterschlaf fällt, sondern wach bleibt, frisst und Fettpölsterchen ansetzt“, sagt sie. Derzeit wiegt der kleine Kerl 380 Gramm. Hat er das erforderliche Gewicht, darf er schlafen.

Einen Namen hat Andrea Kähler für ihren kleinen Mitbewohner auf Zeit noch nicht gefunden. „Er igelt sich noch zu sehr ein und ich konnte bisher nicht feststellen, ob es ein Männchen oder ein Weibchen ist.“ 

Einen Appell möchte die Tierärztin noch an alle Igelfinder richten: Bei Igeln, die zu dieser Jahreszeit noch unterwegs sind, handelt es sich häufig um Jungtiere. Diese sollten eingesammelt werden. „Unter fachlicher Betreuung können sie gut im Keller oder im Hauswirtschaftsraum überwintern oder an eine Igel-Auffangstation übergeben werden“, sagt Andrea Kähler. Wer jedoch gesunde Igel zu einer anderen Jahreszeit findet, solle die Wildtiere laufen lassen.

Sobald es wieder wärmer wird, kann der Fund-Igel „an die frische Luft“ zurück. „Im Estetal setze ich ihn aus“, sagt Andrea Kähler. „Da haben sich auch meine anderen Fund-Igel wohl gefühlt.“

Igel gefunden - was jetzt?

„Wer einen Igel findet, hat entweder ein untergewichtiges oder krankes Tier vor sich“, weiß Günter Stelling von der Igel-Station in Hollern-Twielenfleth. Seine Tipps für einen Igelfund im Winter: Das Tier ins Warme nehmen und ihn in einen Karton mit Zeitungspapier setzen. Anschließend an eine Igel-Station oder an das Komitee für Igelschutz, Tel. 040 - 5404807, wenden. Das Fundtier mit zerkleinertem Katzen- oder Hundefutter (ohne Gelee oder Soße) und Wasser versorgen. „Gut ist es, bei der Übergabe an eine Igel-Station etwas Kot mitzubringen. Daran lässt sich schon vieles feststellen“, empfiehlt Stelling. Auch der Tierärztliche Notdienst Stade/Buxtehude weiß Rat, Tel. 04164 - 9097190 oder www.tieraerztenotdienst-stade.de.


© Helmut Esser