...Monat

Aktuelles auf Jork.de, im Tageblatt und der Kreiszeitung

Dezember 2017

Kalenderwoche 50

13.12.2017

Quelle: Kreiszeitung


Studenten der Hochschule 21 in Buxtehude stellen Entwürfe vor

Über eine neue Gestaltung des Altländer Marktes in Jork hatten sich 22 Studentinnen und Studenten der Hochschule 21 gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Gemeindliche Entwicklungsplanung der Gemeinde Jork Gedanken gemacht. Ihre kreativen Entwürfe präsentierten sie jetzt anlässlich eines Studentenwettbewerbs vor Publikum, darunter auch Jorker Politiker und Verwaltungsangestellte. Den ersten Platz erzielten die Studentinnen Lisa Franziska Geuer und Miriam Oehrlein mit ihrem Entwurf „Schwingende Dächer“.

Es handele sich bei den vorgestellten Entwürfen nicht um abgeschlossene und umsetzbare Projekte, denn um diese Aufgabe zu lösen, gebe es viele Möglichkeiten, erläuterte Professor Jasper Herrmann zu Beginn. Sie dienten als Anregung und Diskussionsgrundlage. 

„Wir sind mit großer Erwartung hierher gekommen“, sagte Jorks Bürgermeister Gerd Hubert. Der Altländer Markt habe so wie er ist in der Gemeinde noch nie für Begeisterung gesorgt. Nun wolle man die Vorschläge begutachten und bewerten und sie später einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. 

Tatsächlich enthielten jede elf Ausarbeitungen reizvolle und interessante Ideen. Die Vorschläge der Studenten reichten von Stabhäusern über Laternengärten bis hin zu einer modernen Gestaltung des Marktplatzes durch einen Glasverbau.

Überzeugen konnten schließlich Miriam Oehrlein und Lisa Franziska Geuer mit ihren „Schwingenden Dächern“, temporär zwischen den Häusern gespannten Segeln, die Passanten vor Sonne oder Regen schützten. Außerdem hatten die cleveren Studentinnen den Platz zu einer Gasse aufgelöst, womit sie der problematischen Parksituation entgegenwirkten. Vorgesehen hatten sie neben barrierefreien Wohnungen zwischen 40 und 80 Quadratmetern Größe auch unterschiedliche Gewerbeflächen.

„Der große Reiz in Jork besteht darin, dass die Häuser nicht unbedingt so stehen, wie man es als Städtebauer erwarten würde“, erklärte Projektbetreuer Professor Karsten Ley dem Publikum. Für ihre Entwürfe hätten die Studenten des dritten Semesters drei Monate Zeit gehabt. Dabei sei die Aufgabenstellung u. a. die Belebung des Platzes und barrierefreies Wohnen gewesen. „Diese Aufgabe haben alle Studenten erfüllt“, sagte Ley. 

Außer dem ersten Platz wurden auch zwei zweite Plätze vergeben: Sie gingen an die Teams Berit Gatzke/Janina Rausch und Julia Großhardt /Johanna Hoekl. „Wir waren sehr aufgeregt“, gab Julia Großhardt nach der Präsentation zu. Mindestens 40 Stunden hätten sie an dem Projekt gearbeitet. Und Johanna Hoekl ergänzte: „Es war unser erster städtebaulicher Entwurf im Studium.“

• Eine offizielle Preisübergabe findet im Frühjahr 2018 in Jork während einer großen Ausstellung mit allen Entwürfen statt.


November 2017

Kalenderwoche 44

2.11.2017

Quelle: Jork.de,

Erste E-Ladesäule in Jork wird eröffnet!

Am Sonntag, 05. November 2017, ab 14:30 Uhr ist es endlich soweit: Die erste Elektroladestation in Jork wird eingeweiht. 

Dazu laden Klimaschutzmanagerin Anna-Katharina Poppe, Bürgermeister Gerd Hubert, die EWE als Betreiberin der Ladesäule und Sören Schmidt vom REWE-Markt Schmidt ganz herzlich auf den Parkplatz am REWE-Markt, Osterjork 11 ein. 

Die Einweihung der Stromtankstelle soll mit einem kleinen Aktionstag zum Thema E-Mobilität eingerahmt werden. Idee ist es, über das Thema E-Mobilität mit den Menschen aus der Region ins Gespräch zu kommen, Vorurteile abzubauen und für das Thema zu begeistern. Außerdem werden unterschiedliche E-Mobile ausgestellt und beworben.

Veranstaltungsort: REWE-Parkplatz, Osterjork 11, 21635 Jork

Veranstalterin: Klimaschutzmanagerin Anna-Katharina Poppe


Oktober 2017

Kalenderwoche 40

6.10.2017

Quelle: Kreiszeitung

Sturm „Xavier“ riss im Landkreis Stade Bäume um und legte Schienenverkehr lahm

Mehr als 500 Notrufe: Retter im Landkreis im Dauereinsatz: 

Das Sturmtief „Xavier“ wütete am Donnerstag im Landkreis Stade, entwurzelte Bäume und legte stellenweise den Straßen- und Schienenverkehr lahm. In der Rettungsleitstelle gingen zwischen 13 und 17 Uhr mehr als 500 Notrufe ein. Die Feuerwehren rückten zu 314 Einsätzen im gesamten Kreisgebiet aus, hauptsächlich, um umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste von Straßen und Plätzen zu räumen. Rund 70 Mal wurde die Polizei gerufen, um Straßen zu sperren und Unfallschäden aufzunehmen.

In Buxtehude wurde eine Person durch einen herabfallenden Ast verletzt und musste vom Rettungsdienst versorgt werden. Zahlreiche geparkte Autos wurden beschädigt - allein sieben Fahrzeuge waren es am Mühlenweg in Stade. In Ahlerstedt wurde eine Wohnwagenausstellung durch umstürzende Bäume beschädigt. Allerorts kreischten die Motorsägen, mit denen Freiwillige die umgekippten grünen Riesen zersägten, etwa nahe der Kirche in Steinkirchen, an mehreren Stellen im Großwohngebiet Altländer Viertel in Stade und in der Ortsmitte von Himmelpforten beim Kindergarten, wo die Feuerwehr sogar mit der historischen, 67 Jahre alten Drehleiter ausrückte.

Die Bundesstraßen B73 und B74 mussten aufgrund umgestürzter Bäume, ebenso wie mehrere Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen, bis zur Beseitigung der Sturmschäden voll gesperrt werden. Es kam dabei zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Staus.

Der Schienenverkehr kam auf allen Strecken der S-Bahn, des Metronom und der EVB-Regionalbahn zum Erliegen. Zur Rush Hour am Donnerstagabend und am Freitagmorgen wurde an einigen Strecken ein Bus-Ersatzverkehr eingerichtet.

Während es im Landkreis Stade weitgehend bei Sachschäden blieb, die die Polizei auf mehrere hunderttausend Euro schätzt, forderte Orkan „Xavier“ in Hamburg eine Tote (54), die als Beifahrerin in einem Kleinwagen von einem umgestürzten Baum erschlagen wurde. In ganz Deutschland forderte „Xavier“ mindestens sieben Menschenleben.


September 2017

Kalenderwoche 39

26.9.2017

Die Bundestagswahl in Jork



25.9.2017

Die Bundestagswahl im Landkreis

Wahlbeteiligung: 77,3%

In der Gemeinde Jork sind in diesem Jahr prozentual die meisten Wähler an die Urne gegangen. 82,95 Prozent aller Wahlberechtigten gaben hier ihre Stimme ab.

Wo hat die Direktkandidatin der AfD Astrid zum Felde im Landkreis Stade am besten abgeschnitten? In der Stadt Stade mit 9,44 Prozent aller Stimmen. Und am schlechtesten? In der Gemeinde Jork mit 8,11 Prozent.

Der jetzt zum zweiten Mal direkt gewählte Abgeordnete Oliver Grundmann (CDU) hat mit 44,1 Prozent ein gutes Ergebnis erreicht, drei Prozent weniger als 2013, aber sich gegen den Bundestrend gut gehalten hat. 


August 2017

Kalenderwoche 33

15.8.2017

Quelle: tageblatt.de

Altländer Äpfel werden wieder teurer


Die Obstbauern an der Unterelbe werden im Herbst deutlich weniger Äpfel ernten als 2016. Das Obstbauzentrum Esteburg rechnet mit 216 700 Tonnen. Das ist ein Minus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das heißt aber nicht, dass jetzt noch mehr Betriebe rote Zahlen schreiben.


Juli 2017

Kalenderwoche 27

9.7.2017

aus der Kreiszeitung-Wochenblatt:

Ilir Spaqaj war sofort verliebt ins Kirschenland

Ilir Spaqaj ist der neue Wirt im Fährhaus Kirschenland. Auf ihn sind künftig nicht nur Wilhelm Stubbes Augen gerichtet (Foto: lt)

Riesig sind die Fußstapfen, in die Ilir Spaqaj (35) tritt. Wie berichtet, übernimmt der gebürtige Kosovare, der zuletzt Restaurantleiter im "Carls" an der Elbphilharmonie in Hamburg war, mit dem Fährhaus Kirschenland die wohl bekannteste und kultigste Feier-Location des Alten Landes. Und während von Vollblut-Gastwirt Wilhelm Stubbe (80) eine große Last um die Sorge eines Nachfolgers abfällt, sind alle Augen teils skeptisch auf den "Neuen" gerichtet.

"Die ersten Schwielen hat er schon an den Händen", sagt Stubbe über seinen Nachfolger. In den vergangenen Wochen hat Spaqaj dem 20-köpfigen Kirschenland-Team bei vielen Veranstaltungen nicht nur über die Schulter geguckt, sondern auch schon kräftig mit angepackt.

Als er das 1908 erbaute Gebäude vor rund zwei Jahren zum ersten Mal betreten habe, sei er sofort "verliebt" gewesen. Und beeindruckt, mit wie viel Vertrauen er als Fremder damals empfangen wurde. "Die Bierzeltgarnituren, die ich für meine Einweihungsfeier ausleihen wollte, durfte ich einfach mitnehmen, ohne zu bezahlen oder einen Ausweis zu zeigen", erinnert sich Spaqaj, der mit seiner Frau und einem Kind in Gehrden lebt. 

Dass Wilhelm Stubbe ihn ausgesucht habe, obwohl er deutlich bessere Angebote gehabt habe, erfülle ihn mit Stolz, sagt der neue Fährhaus-Besitzer. Wie berichtet, hatte Stubbe, der das Kirschenland 1970 kaufte, schon länger nach einem Nachfolger gesucht. Rund ein Jahr lang stand das Kirschenland offiziell zum Verkauf. 

Sogar jetzt trudeln noch Angebote ein, berichtet Wilhelm Stubbe. Für ihn sei aber von Anfang an klar gewesen, dass er nur einen Käufer akzeptieren würde, der sein Erbe fortführen und die "Altländer zufrieden stellen" könne. Und das ist ja bekanntlich nicht so einfach. Stubbe und Spaqaj hoffen deshalb, dass die Gäste dem neuen Wirt eine Chance geben. 

Dass Spaqaj erstmal viel in das Gebäude investieren müsse, sei übrigens entgegen vieler Gerüchte nicht der Fall, sagt Stubbe. Vor zehn Jahren sei der Brandschutz für 750.000 Euro auf den neuesten Stand gebracht worden. Nach der letzten TüV-Überprüfung habe Stubbe u.a. noch einmal 35.000 Euro in bemängelte Notausgang-Beleuchtung investiert. Er werde Spaqaj das Kirschenland zum 1. August so übergeben, dass alle Auflagen erfüllt seien, sagt Stubbe.

Der neue Wirt plant als erstes einen neuen Außenanstrich. Außerdem will er seinen Gästen WLAN zur Verfügung stellen. Innen werde dann Schritt für Schritt renoviert. Künftig soll auch das Büro, das sich derzeit in Jork befindet, mit in das Fährhaus integriert werden. Am bewährten Veranstaltungs-Konzept soll sich aber nichts ändern. 

Und Ilir Spaqaj hofft, dass er - wie bei einer wahren Liebesgeschichte - auch noch in 50 Jahren glücklich mit dem Kirschenland zusammen ist.


Juni 2017

30.6.2017

Das „Fährhaus Kirschenland“ bekommt einen neuen Wirt


Vor zehn Jahren begann Wilhelm Stubbes Suche nach einem Nachfolger. Vor einem Jahr stellte er sein „Fährhaus Kirschenland“ zum Verkauf. Nun hat der Gastwirt einen Nachfolger gefunden: Ilir Spaqaj (35) übernimmt das Traditionslokal.

Ob Hochzeiten, Abi-Ball, Weinprobe der Bank mit guten Kunden oder runde Geburtstage – zwischen Stade und Hamburg ist das Fährhaus Kirschenland in Jork die Adresse der großen Feste. Über ein Jahr brodelte die Gerüchteküche im Alten Land, was aus dem Traditionshaus am Elbdeich wird. Die Zukunft ist jetzt gesichert.

Lange hat der 80 Jahre alte Wilhelm Stubbe einen Nachfolger gesucht, der das Fährhaus in der Tradition der großen Feste fortführt. Im August übernimmt Ilir Spaqaj das Fährhaus. Seine Ausbildung machte der Jorker im Sterne-Hotel Louis C. Jacob an der Hamburger Elbchaussee.


Wilhelm Stubbe rückt in die zweite Reihe

"Ich trete in große Fußstapfen," spielt Spaqaj auf die Lebensleistung von Stubbe an, der ein halbes Jahrhundert das Kirschenland geführt und mit persönlicher Note zum Erfolg gebracht hat. Wilhelm Stubbe bleibt weiter an Bord, rückt aber in die zweite Reihe, um seinen Nachfolger zu beraten und zu unterstützen. Die zwanzig Festangestellten und Aushilfen müssen nicht um ihren Arbeitsplatz bangen. Das vertraute Team bleibt, angeführt von Servicechefin Erna Bruhn, Stubbes acht Jahre jüngere Schwester.

Jemand zu finden, der das Erbe von Wilhelm Stubbe in der Tradition des Fährhauses fortsetzt, war nicht einfach. Ein Makler bot die prominente Adresse zunächst für 950 000 Euro an. Aber es kamen die Falschen, die wohl nicht das Festkonzept mit regionaler Küche fortgesetzt hätten. Stubbes Kinder und Enkelkinder winkten vor längerer Zeit bereits ab, weil sie sich beruflich anders orientiert hatten.

Der Zufall brachte Stubbe mit Ilir Spaqaj zusammen. Der 35-jährige Hamburger war vor gut einem Jahr mit Frau und kleinem Kind ins Grüne gezogen. Zu der Zeit war er in der Serviceleitung des Carls, das an der Elbphilharmonie als Tochterunternehmen von Louis C. Jacob firmiert. Für die Einweihungsfeier in seinem Gehrdener Haus wollte Spaqaj sich Bierbänke bei Stubbe leihen – das war der Anfang.


Das bisherige Konzept des Hauses wird weiter entwickelt

Spaqaj wurde im Kosovo in Prizren an der albanischen Grenze geboren, schloss die Schule und die spätere Ausbildung in Deutschland ab und hat seit einigen Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft. Der junge Gastronom schätzt den Charme des fast 110 Jahren alten Hauses, will zunächst das eine oder andere renovieren und zusammen mit Wilhelm Stubbe das Konzept des Hauses weiterentwickeln.

Speziell am Wochenende ist das Fährhaus Kirschenland bis ins nächste Jahr gut bebucht. Im doppelten Sinne ist das Haus ein Familienbetrieb – auch die Gäste altern mit den Wirtsleuten. Und feiern bei wiederkehrenden Anlässen. Auf die grüne Hochzeit folgen der runde 50. Geburtstag oder die Silberhochzeit, eingeleitet mit einem Ständchen von Wilhelm Stubbe auf dem Schifferklavier. Möglicherweise wird es wieder die Weihnachtsbälle geben und die beliebte Maskerade des TSV Wisch Ende Januar.


Mai 2017

9.5.2017

L 140: Die Großbaustelle ist offiziell eröffnet


Die Sanierung des Obstmarschenwegs (L 140) in Königreich läuft seit einer Woche. Jetzt ist die Baustelle auch offiziell eröffnet: Zum Spatenstich reiste Staatssekretärin Daniela Behrens vom niedersächsischen Verkehrsministerium an – und nahm eine Unterschriftenliste mit nach Hannover.


April 2017

27.4.2017

Ab dem 2. Mai ist die L 140 voll gesperrt

Pendlern und Geschäften und Betrieben in Jork stehen harte Zeiten bevor: Ab 2. Mai wird die L 140 (Obstmarschenweg) in Königreich wegen Sanierung voll gesperrt. Zum Blütenfest am 6. und 7. Mai könnte es aber eine Ausnahme von der Vollsperrung geben.


März 2017

26.03.2017

Sanierung der Lühebrücke im Zuge der K 39 und Ufersicherung an der K 38

Mit der Sanierung der Lühebrücke im Zuge der Kreisstraße 39 und einer Uferbefestigung an der Neuenschleusener Wettern entlang der Kreisstraße 38 sorgt der Landkreis Stade in den nächsten Monaten für mehr Sicherheit auf den Straßen. Verkehrsbehinderungen lassen sich gleichwohl nicht vermeiden.

Die erste Baumaßnahme wird in der Zeit zwischen dem 30. März und dem 28. April auf der Yachthafenstraße (K 38) zwischen dem Kreisverkehr zur L 140 und dem Ortsteil Gehrden den Straßenverkehr beeinflussen. In diesem Bereich wird die Böschung zur Neuenschleusener Wettern mit Spundwänden gesichert. Die Straße war bisher aufgrund der ständig nachgebenden Böschung nur für LKW bis 17 Tonnen zugelassen. Mit der Spundwandsicherung sollen zukünftig auch LKW bis 40 Tonnen diese Straße regelmäßig befahren dürfen. Sie ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der L 140 und der K 39.

Im Rahmen der Arbeiten wird in einem zweiten Schritt voraussichtlich ab November 2017 mit der Spundwandsicherung im Bereich zwischen Gehrden und Neuenschleuse begonnen. Die Ausführung in zwei Abschnitten wurde erforderlich, damit in diesem Sommer die K 38 als Umleitung für die Baumaßnahmen auf der L 140 zwischen Jork und Königreich und für die Baumaßnahmen des Landkreises an der Lühebrücke in Grünendeich verwendet werden kann. Die K38 wird vom 30.März bis 3. April halbseitig für Vorarbeiten gesperrt und während der Hauptarbeiten zwischen dem 3. April und dem 28.April tagsüber zwischen 6 Uhr und 18 Uhr voll gesperrt. In der Zwischenzeit zwischen 18 Uhr und 6 Uhr und am Wochenende wird die Vollsperrung in eine halbseitige Sperrung umgewandelt. Den Linienbussen wird jederzeit eine Durchfahrt ermöglicht.

Voraussichtlich in der Woche nach Ostern, also ab dem 18. April, wird die Lühebrücke im Zuge der K 39 in Grünendeich für Sanierungsarbeiten halbseitig mit Ampelregelung gesperrt werden. An den Vorbrücken, nicht an der Hubbrücke, werden die beiden Gehwege erneuert. Zuerst werden die Arbeiten an der südlichen Seite durchgeführt, und dann an der nördlichen, zur Elbe gerichteten Seite. Zum Schluss wird die Fahrbahn zwischen den Kappen neu hergestellt. Hierzu muss die K 39 im Bereich der Brücke ab dem 3. Juli voraussichtlich für einen Zeitraum von vier Wochen während der Sommerferien voll gesperrt werden. In dieser Zeit werden auch Sanierungen an der Hubbrücke selbst vorgenommen. Die Umleitung des Straßenverkehrs erfolgt in dieser Zeit über die L 140 Steinkirchen, Guderhandviertel und Mittelnkirchen und weiter über die K 38. Der Fußgängerverkehr über die Brücke wird jederzeit aufrechterhalten. Nur während der Arbeiten an der Hubbrücke kann es zu Beeinträchtigungen für Gehbehinderte und Fahrradfahrer kommen.

Der Schiffsverkehr durch die Lühebrücke an der K39 ist während der Sanierungsarbeiten in den vier Wochen des Juli gegebenenfalls nur eingeschränkt möglich, das heißt, es können längere Wartezeiten bei der Bedienung der Hubbrücke entstehen. Der Schiffsverkehr wird möglichst frühzeitig über die Details der Einschränkungen informiert. 


Februar 2017

12.2.2017

Elbvertiefung: Es darf noch nicht gebaggert werden

Der Schierlings-Wasserfenchel erreicht eine stattliche Höhe von bis zu zwei Metern und kommt nur im Gebiet der Tideelbe vor. Diese vom Aussterben bedrohte Wasserpflanze stoppt vorerst die Elbvertiefung. Auch die zum Ausgleich geplanten Maßnahmen sind nicht ausreichend, meint das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Es hat daher den Planfeststellungsbeschluss teilweise für rechtswidrig und damit für nicht vollziehbar erklärt. Das heißt: Bis es kein Konzept zum Schutz dieser Pflanze gibt, darf die Elbe nicht ausgebaggert werden. Das Gericht ist allerdings auch überzeugt, dass diese Planungsmängel behoben werden können. Die Elbvertiefung ist damit zwar verzögert, aber nicht endgültig gestoppt worden.

Die Reaktionen von Gegnern und Befürwortern des von Hamburg und dem Bund geplanten Mega-Projektes ließen nach dem Urteil nicht lange auf sich warten: Der "Unternehmensverband Hafen Hamburg" "bedauert" den Beschluss und sieht gleich die "gesamte deutsche Wirtschaft" vor weitere Herausforderungen gestellt. Die monierten Mängel müssten jetzt unverzüglich beseitigt werden. Dann könnte das dazu notwendige Ergänzungsverfahren 2018 abgeschlossen werden. Das setze allerdings voraus, dass Bund und alle beteiligten Landesregierungen "uneingeschränkt Unterstützung gewähren".

Die IHK Stade betont, dass das Gericht die grundsätzliche Planung gebilligt habe. Das Urteil zeige deutlich auf, wo nachgebessert werden müsse. IHK-Präsident Thomas Windgassen sagt aber auch: "Wir hatten mit einem positiveren Urteil gerechnet." Grundsatzkritik über er am Planungsrecht. "Es ist in seiner jetzigen Form den immer komplexer werdenden Projekten nicht mehr gewachsen."

Für die Gegner der Elbvertiefung sei das Urteil dagegen "ein Riesenerfolg", sagt Walter Rademacher vom Aktionsbündnis. Für die planenden Behörden sei es ein "Armutszeugnis", dass sie binnen zehn Jahren kein tragfähiges Konzept zustande gebracht hätten.

Auch wenn das Gericht grundsätzlich keine Bedenken an der Rechtmäßigkeit und Notwendigkeit des Planfeststellungsbeschlusses und des zugrunde liegenden Verfahrens hat, hegt Rademacher Zweifel, ob die Elbvertiefung wie geplant umgesetzt werden kann. Raum für die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen für den Schierlings-Wasserfenchel zu finden, sei nicht leicht. "Daran könnte das gesamte Projekt noch scheitern", sagt Rademacher.


Ulrich Thüre, Sprecher des NABU Niedersachsen, erklärt: "Die Behörden wären gut beraten, wenn sie das Umweltrecht endlich erst nehmen." Wer den Naturschutz "wegerwäge" müsse scheitern, so Thüre. Der NABU fordert erneut, dass eine Kooperation der drei norddeutschen Seehäfen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven ökologisch und volkswirtschaftlich sinnvoller seien, als die "Elbe weiter zu zerstören".


Weil das Leipziger Urteil die Elbvertiefung grundsätzlich zulässt, appelliert Stades Landrat Michael Roesberg an den Bund, vertragliche Zusicherungen von Folgeschäden bei den Elb-Anrainern auch tatsächlich einzuhalten. Dabei gehe es unter anderem um die Deichsicherheit und den Schutz vor Verschlickung. "Bei den Menschen hinter den Deichen wird ein ungutes Gefühl bleiben", sagt Roesberg. Mit Blick in die Zukunft meint er: "Der Wirtschaftsstandort Hamburg wird sich möglicherweise damit abfinden müssen, dass die Entwicklung des Hafens auf Dauer begrenzt ist."


• Darum geht es: Die Stadt Hamburg und der Bund wollen die Elbe auf 136 Kilometer vertiefen und teilweise auch verbreitern. Vollbeladene Containerschiffe moderner Bauart sollen, je nach Tiefgang tideabhängig- oder unabhängig, den Hafen besser erreichen können. 13,50 Meter Tiefgang für das tideunabhängige Erreichen des Hafens ist das Ziel. Außerdem soll die Fahrrinne verbreitet werden, damit die XXL-Frachter aneinander vorbeifahren können. Seit dem Jahr 2002 wird an dem Projekt geplant.

Kritiker des Projektes führen nicht nur Umweltbedenken ins Feld. Weil die Planungen schon sehr lange dauern, seien sie von der Realität überholt worden. Die früheren Mega-Frachter, für die die Fahrrinnenanpassung gedacht war, würden heute nur noch zu den mittelgroßen Schiffen gehören.


Januar 2017

8.1.2017

Blitzeis im Landkreis Stade

Minusgrade und Eisregen sorgten am Sonnabend, 7. Januar, im Landkreis Stade für gefährliche Glätte auf den Straßen. Der Deutsche Wetterdienst hat inzwischen für Niedersachsen und Hamburg eine Warnung wegen Glatteisgefahr und Eisregen herausgegeben.

In Hamburg waren am Sonnabend dutzende Fußgänger sind auf Blitzeis ausgerutscht und hatten sich Verletzungen zugezogen. Innerhalb von zwei Stunden rückte die Feuerwehr am Vormittag nach eigenen Angaben 50 Mal aus. Die Fußgänger zogen sich bei den Stürzen demnach Knochenbrüche, Platzwunden, Prellungen und Zerrungen zu. Lebensgefährliche Verletzungen seien nicht dabei gewesen. Die Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden. 



© Helmut Esser